Fachkräftemangel in Deutschland

Rund 70 Prozent der Unternehmen in der Bundesrepublik haben Probleme, ihre offenen Stellen vollständig zu besetzen. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag diese Woche vorgelegt hat. Grundlage der Erhebung ist eine Befragung von 1.600 Unternehmen. Mehr jede zweite Firma hat laut eigenen Angaben Schwierigkeiten damit, qualifizierte Meister und Fachwirte zu finden. Allein in der Gastronomie und im Handel können mehr als die Hälfte aller Unternehmen ihre Arbeitsplätze nicht wie gewünscht besetzen.

Düstere Zukunftsaussichten

In den nächsten zwanzig Jahren könnte der Fachkräftemangel noch weiterreichende Kreise ziehen. Laut Statistischem Bundesamt wird das Arbeitskräftepotential im Zuges des Demografischen Wandels bis zum Jahr 2030 um insgesamt sechs Millionen schrumpfen.

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

Bislang fehlt laut IHK ein einheitliches Konzept, mit welchem dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden soll. In der Politik als umstritten gilt bislang, welchen Beitrag die Zuwanderung in die Bundesrepublik zur Schließung der Lücken spielen soll. Während einige Politiker davon ausgehen, dass die Zuwanderung qualifizierten Fachpersonals einen erheblichen Beitrag leisten könnte, bewerten andere die Rolle der Zuwanderung eher als weniger signifikant.

Familienministerin von der Leyen (CDU) hält eine verstärkte Integration verschiedener Gruppen auf dem Arbeitsmarkt für wichtig. So sollten ihrer Meinung nach vor allem ältere Menschen, Eltern und Alleinerziehende sowie geringer qualifizierte junge Menschen besser auf dem Arbeitsmarkt eingebunden werden.

Verbesserung des Bildungssystems

Nach Ansicht der Experten vom DIHK sollte alles daran gesetzt werden, das deutsche Bildungssystem in allen Stufen zu verbessern. Gegenwärtig liegt Deutschland beispielsweise im Bereich Weiterbildung unter dem internationalen Durchschnitt. So gibt es beispielsweise in Österreich und der Schweiz weitaus mehr Menschen, die an entsprechenden Kursen teilnehmen. Verschiedene Politiker haben aus diesem Grund vorgeschlagen, dass in den nächsten Jahren die Fördergelder in diesem Bereich aufgestockt werden sollten, damit künftig mehr Menschen zum Beispiel in einer IHK Weiterbildung für dem Arbeitsmarkt fit gemacht werden.

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