Weiterbildung lohnt sich
Nach einem anstrengenden Arbeitstag noch einmal zu Hause an den Schreibtisch zu büffeln, ist keine sehr verlockende Aussicht. Trotzdem tun das viele Deutsche und schreiben sich für einen Fernlehrgang ein – und es bringt ihne etwas für ihren beruflichen Werdegang.
Rund 60 Prozent der 20- bis 40-Jährigen können sich vorstellen, ihre Freizeit für die berufliche Weiterbildung zu opfern, 75 Prozent würden dies sogar privat finanzieren. Seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 hat sich laut einer Forsa-Umfrage fast jeder Vierte beruflich weitergebildet oder ist gerade dabei.
Die Weiterbildung wird vom Staat unterstützt
Und der Staat unterstützt die Weiterqualifikation: Jeder Berufstätige, der sich stärker qualifizieren möchte, kann staatliche Hilfe in Form einer Bildungsprämie beantragen. Gefördert werden Arbeitnehmer, die maximal 25.600 Euro verdienen, bei Ehepaaren sind es 51.200 Euro. Interessierte erhalten 50 Prozent ihrer Seminargebühren, nämlich maximal 500 Euro, zurück. Um das Geld zu erhalten, muss man allerdings erst einmal eine persönliche Pflichtberatung in Anspruch nehmen.
Besonders gefragte Angebote sind Qualifizierungen zum Thema Neuromarketing und interkulturelle Kompetenz sowie Mediator.
Letzteres wird etwa von der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) in Form der „Mediation – integrierte Mediation“ angeboten. Gebraucht werden Menschen mit der Fähgkeit zu vermitteln, weil Gerichte immer stärker überlastet sind. Ein immer komplexer und komplizierter werdendes Recht und anspruchsvolle Streitparteien tragen ihr Übriges dazu bei. Außerdem erkennen streitende Parteien zunehmend, dass ein juristischer Sieg keinen nachhaltigen Erfolg bringen muss. Mit Hilfe der Mediation erarbeiten die Streithähne selbst Lösungen, die möglichst zu einem Ergebnis ohne Verlierer führen.