Boom der Volkshochschulen
Schon seit fast 30 Jahren erfreuen sich die Volkshochschulen in der Bundesrepublik über mehr als großen Zulauf. So haben auch im Jahr 2009 rund 2,1 Millionen Bundesbürger einen Kurs oder eine Veranstaltung in einer Volkshochschule besucht.
Besonders beliebt waren im vergangenen Jahr Programme zum Erwerb von Schulabschlüssen wie dem Abitur oder der mittleren Reife. Bei derartigen Kursen konnten die größten Steigerungsraten verzeichnet werden. Die von der Regierung bereitgestellten finanziellen Mittel können dieser hohe Nachfrage nicht gerecht werden.
Hermann Huba, der Verbandsdirektor der Volkshochschulen in Banden-Württemberg fordert aus diesem Grund eine Erhöhung der finanziellen Mittel. Für den Bereich der Weiterbildung bringt die Landesregierung des süd-westlichen Bundeslandes im Jahr insgesamt acht Millionen Euro auf. Rund drei Viertel dieser Summe kommt den Volkshochschulen Baden-Württembergs zu gute.
Mit den Landeszuschüssen können lediglich 5,6 Prozent der Kosten gedeckt werden. Bundesweit liegt der Durchschnitt jedoch in etwa bei 14 Prozent.
Baden-Württembergs Kultusstaatsekretär Georg Wacker (CDU) stellte für das kommende Jahr eine Erhöhung der finanziellen Mittel für die VHS in Aussicht. Nach Ansicht von Huba sei die geplante Etatsteigerung in diesem Bereich jedoch ungenügend. Der jetzige Betrag müsse nach seiner Meinung mindestens verdoppelt werden.
Gegenwärtig müssen in Baden-Württemberg ungefähr 57,4 Prozent der Kosten durch Teilnehmergebühren gedeckt werden. Im bundesweiten Durchschnitt beträgt dieser Anteil jedoch lediglich 39,4 Prozent.